Stand: 19.09.2026 – Homematic IP ist in Deutschland das meistverbaute Ganzhaus-Funksystem für Nachrüstung und Neubau. Doch die entscheidende Frage ist nicht welcher Aktor, sondern welche Systemarchitektur: Funk zum Nachrüsten, Wired für Neubau und Sanierung im Schaltschrank – oder beides kombiniert. Genau das erklärt dieser Guide: Technik, Zentrale, App, Sicherheit und die Gewerke Heizen, Beschattung, Licht, Alarm und Zutritt. Ohne Marketing, dafür praxisnah für Mieter, Eigentümer und Bauherren.
Das Prinzip in 60 Sekunden: Ein System für alles
Homematic IP vom deutschen Hersteller eQ-3 aus Leer ist kein reines Lichtsystem und keine Bastellösung aus WLAN und Zigbee. Es ist ein geschlossenes, erweiterbares Smart-Home-System mit über 150 Komponenten, das alle Gewerke abdeckt:
- Heizen & Klima: Heizkörper- und Wandthermostate, Fußbodenheizungs-Controller, Stellantriebe, Fenster-offen-Erkennung
- Beschattung: Rollladen- und Jalousieaktoren für Unterputz und Verteiler
- Licht & Schalten: Dimmaktoren, Schaltaktoren, Lightstrip, Taster
- Sicherheit & Alarm: Bewegungsmelder, Fenster-/Türkontakte, Rauchwarnmelder, Wassersensoren, Innen- und Außensirenen
- Zutritt & Tor: Fernbedienungen, Keypad, Klingeltaster, Garagentortaster
- Energie & Wetter: Schalt-/Messaktoren, Stromzähler-Schnittstelle, Wettersensor, Bewässerung
Bedient wird alles über eine kostenlose App, Wandtaster, Fernbedienungen und auf Wunsch Sprachassistenten wie Alexa oder Google Assistant. Auch Philips Hue, Home Connect Plus und EEBUS-Geräte wie Wärmepumpe, Wallbox oder Wechselrichter lassen sich anbinden.
Die Kern-Technik: Warum 868 MHz statt WLAN?
Der wichtigste technische Unterschied zu vielen Smart-Home-Systemen ist der Funk. Homematic IP funkt auf 868 MHz – nicht auf dem überfüllten 2,4-GHz-Band wie WLAN, Bluetooth oder Zigbee.
Das hat im Alltag drei konkrete Vorteile:
- Weniger Störungen: Kein Konkurrenzkampf mit Router, Mikrowelle oder Nachbar-WLAN. Gerade in Mehrfamilienhäusern mit 20+ Netzen bleibt die Verbindung stabil.
- Größere Reichweite durch Wände: 868 MHz durchdringt Mauerwerk und Betondecken deutlich besser als 2,4 GHz – ideal für Keller, Garage und Gartenhaus.
- Verschlüsselt und VDE-zertifiziert: Protokoll, IT- und Datensicherheit sind VDE-zertifiziert, Server stehen in Deutschland, Automationen und Zeitpläne laufen auch ohne Internet weiter.
Wer komplett lokal ohne Cloud arbeiten will, nutzt die Profi-Zentrale CCU3. Für alle anderen gilt: App einrichten, Schritt für Schritt anlernen, fertig – Funk braucht kein Fachwissen und keine neuen Kabel. Darum ist Funk die erste Wahl zur Nachrüstung, auch zur Miete.





